Was ist Vorablesen?


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Das Kommentieren lohnt sich: jede Woche winkt dem aktiven Mitglied eines von 100 druckfrischen Vorab-Exemplaren. Wer den Kritikerstatus erreicht hat, regelmäßig rezensiert und für eine möglichst weite Verbreitung seiner Besprechungen sorgt, steigt über ein Punktesystem im internen Kritikerranking nach oben. Auf die Top-Kritiker an der Spitze des Rankings warten dann individuelle Belohnungen wie persönliche Treffen mit Autoren, Lesungen, Freikarten und Bücherpakete.

Der Link:


  Mai 2011:     Zoe Fishman,  List Taschenbuch Verlag, ISBN: 9783548610399 

Die Autorin:  Zoe Fishman arbeitet als Agentin für eine New Yorker Literaturagentur. Sonnengruß für Regentage ist ihr erster Roman.


Ein heißer Sommer in New York. Nach Jahren treffen sich die Freundinnen Charlie, Bess, Sabine und Naomi beim Yoga wieder. Eine schicksalhafte Begegnung: Charlie trifft kurz darauf ihre große Liebe, und Bess findet zu verloren geglaubten Träumen zurück. Als Naomi eine schreckliche Diagnose erhält, müssen die Freundinnen beweisen, dass sie füreinander da sind.

Der erste Satz:



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Februar 2011:   Ullstein Taschenbuch Verlag, ISBN:9783548373997                 

Die Autorin: Frau Freitag, geboren 1968, wollte schon immer Lehrerin werden. Seit zehn Jahren unterrichtet sie Englisch und Kunst. Sie ist Klassenlehrerin einer überdrehten, dafür recht leistungsschwachen 9. Klasse und sie lebt in einer deutschen Großstadt.


»Hitler hat die Mauer gebaut«, glauben Abdul und Ronnie. Esra stylt sich im Disco-Islam: rosa oder türkis mit Glitzer und natürlich Kopftuch. Und Samira, die Klassenqueen, kann sich keine Sekunde von ihrem Handy trennen und hält hyperaktive Siebtklässler in Schach.

An Frau Freitags Schule geht es immer voll ab. Ihr Alltag als Lehrerin ist absurd-komische Realsatire – verrückt, anrührend und vor allem sehr lustig. Aber Frau Freitag findet: Ich habe den schönsten Beruf der Welt.

Der erste Satz: "Niemand nimmt mir mein Hanady ab! Niemand!"

Mit einer ordentlichen Portion Ironie und Sarkasmus erzählt Frau Freitag von ihrem Schulalltag, in dem es wohl nie langweilig wird. Täglich neuen Herausforderungen muss sie sich stellen und den Schülern trotzdem zu einem Schulabschluss verhelfen, kein einfacher Weg, der wahrscheinlich nur mit der nötigen Portion Humor bewerkstelligt werden kann, und über diese Portion Humor verfügt Frau Freitag eindeutig. Trotz allem liebt Frau Freitag ihren Beruf und ist Lehrerin mit Leib und Seele.

Ein sehr amüsantes Buch für Schüler, Eltern, Lehrer und andere, die einen humorvollen Einblick in das Schulleben bekommen, denn auch wenn alles so lustig klingt, trifft es doch die Beschreibung des Lebens in der Schule ziemlich gut, welches auf diese Art und Weise der Darstellung um einiges leichter zu ertragen ist.

Das Buch ist locker zu lesen, auch wenn längere Pausen dazwischen liegen, kann man sofort wieder einsteigen, da die Kapitel recht kurz gehalten sind. Mit diesem Buch lässt es sich ganz gut chillen.

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Nach einer kleinen künstlerischen Lesepause geht es  weiter

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November 2010:  Dora Heldt/dtv Premium/ISBN: 978-3-423-24814-3                                            

Die Autorin: Dora Heldt, 1961 auf Sylt geboren, ist gelernte Buchhändlerin, seit 1992 als Verlagsvertreterin unterwegs und lebt heute in Hamburg. Mit ihren Romanen ›Ausgeliebt‹ (dtv 21006), ›Unzertrennlich‹ (dtv 21133), ›Urlaub mit Papa‹ (dtv 21143) und ›Tante Inge haut ab‹ (dtv 24723) hat sie sämtliche Bestsellerlisten erobert.

»Das schaffen wir mit links!« Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst ziemlich mulmig zumute. Ihre Freundin Marleen hat sie angefleht, für ein paar Tage ihre Pension auf Norderney zu übernehmen - ein Job, von dem Christine nicht die leiseste Ahnung hat.

Die Schwestern stoßen schnell an ihre Grenzen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Zu allem Überfluss flackert Gisbert von Meyers Verliebtheit in Christine wieder auf, und er schreibt einen geheimnisvollen Artikel, den Papas Freund Kalli sofort nach Sylt faxt. Prompt stehen Papa und Mama auf der Matte, als selbst ernannte Retter. Das Chaos ist perfekt. Zumal Christine und Ines sich immer mehr in Lügen verstricken: Marleen und ihr Freund sitzen wegen einer dubiosen Verdächtigung in Dubai in Untersuchungshaft, was keiner erfahren darf ...

Der erste Satz: "Komm. nur zwei Wochen. Danach hast Du auch wieder bessere Laune".

    Christines Freundin befindet sich mit ihrer heimlichen Liebe in Dubai und steckt in Schwierigkeiten, so dass sie Christine bittet, sich um ihre Pension zu kümmern, bis sie wieder da ist. Kein einfaches Unterfangen für Christine, denn vor allem Kochen gehört nicht gerade zu den Künsten, die sie beherrscht, das Gleiche gilt auch für Ines. Zusammen mit ihrer Schwester macht sie sich auf den Weg nach Norderney zu unbekannten Abenteuern.

Auch wenn „kein Wort zu Papa“ gesagt wurde, erscheint dieser samt Mama irgendwann in der Pension, um seine Töchter zu unterstützen. Das Wort „Unterstützung“ definiert jedoch jeder auf seine Art und Weise, womit für ein sehr unterhaltungsreiches Programm gesorgt wird.

Zudem gibt es noch das Geheimnis um Marleens Verschwinden, von dem niemand erfahren darf. Dies führt die beiden Schwestern ebenso von einem Chaos ins nächste.

Ein sehr unterhaltsamer Roman, da ich die vorherigen Bücher nicht kannte, hatte ich anfangs den Eindruck, es handelt sich bei den Protagonisten um recht junge Mädels und nicht um erwachsene und erfahrene Frauen. Ein sehr amüsantes Buch, gespickt mit vielen Lachern und komischen Situationen, es wird genügend Spannung aufgebaut, um das Buch „in einem Rutsch“ durchzulesen.

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August 2010:  Bettina Haskamp/Marion von Schröder/ISBN: 9783547711714  

Die Autorin: Bettina Haskamp hat drei Jahre mit einem Segelboot die Welt bereist, danach als Journalistin für den NDR und Radio Bremen gearbeitet. Heute lebt sie als Autorin in Hamburg und Portugal.

Pia hat alles, was eine Frau nicht braucht: Schulden, drei Jobs, einen ekelhaften Chef und einen fatalen Hang zu den falschen Männern.

Natürlich würde sie lieber heute als morgen ihr Leben ändern – aber wie? Bei einer ihrer Chaos-Aktionen fährt Pia eine alte Dame über den Haufen. Doch ausgerechnet Hilde wird der Schlüssel zu ihrem neuen Glück

Der erste Satz: Felix geht es nicht gut.

Pias Leben ist das reinste Chaos. Von ihrem Ex-Mann mit Schulden und einem Kind sitzen gelassen, hangelt sie sich von Job zu Job, um über die Runden zu kommen. Teilweise hat sie drei Jobs zu bewältigen und rast von einer Katastrophe in die nächste. Sie fährt ohne Führerschein los und fährt dabei eine alte Dame um. Das scheint ein Wink des Schicksals zu sein, wobei damit nicht das chaotische Leben von Pia beendet wäre, jetzt geht es erst richtig los, allerdings mit Unterstützung von Hilde. Die beiden Frauen freunden sich an, Pia gerät in weitere unglückliche Verkettungen und man darf gespannt verfolgen, wie sie sich aus den Situationen befreit, und staunt über die gehörige Portion Optimismus, mit dem sich Pia vom Leben nicht unterkriegen lässt.

Trotz der ganzen Katastrophen, die Pia magisch anzieht, ein herzerfrischendes Buch, in dem die Protagonistin sehr sympathisch rüberkommt. Ein lockerer Schreibstil, der Spaß macht, zu lesen. Auch ernste Themen sind mit einer Prise Humor versehen. Alles in allem ein Buch, das aus dem wahren Leben gegriffen ist.

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Juli 2010: Carsten Sebastian Henn/List Verlag/ISBN: 9783471350362  

Der Autor: Carsten Sebastian Henn, geboren 1973 in Köln, arbeitet als Weinjournalist. Alle seine Krimis sind große Erfolge, zuletzt erschien Blut & Barolo. Insgesamt haben sich seine Bücher über 150.000 mal verkauft.

Eli hat das Chaos-Gen und bisher mit Männern wenig Glück. Paul lebt von Cornflakes und Cola light und freut sich jedesmal, wenn er Eli sieht. Doch seine Flirtversuche scheitern immer, denn Paul versteht die Frauen nicht. Ob er als Held am Herd bessere Chancen hätte?

Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Paul legt los. Er verbrennt sich die Finger, die Hose und die halbe Küche. Dann lädt er Eli zum Essen ein - und die Flammen schlagen hoch. Ein warmherziger Liebesroman, in dem mehr als nur das Gemüse dampft und die Töpfe überkochen. Eine romantische Liebeskomödie wie Harry & Sally - aber schneller geschnitten und mit Birnen.

Der erste Satz: Eli war glücklicher als ein Bär im Honigfass.

Eli ist ein quirliger Single, die dem Mann für's Leben noch nicht begegnet ist, obwohl sich ihre Mutter doch so sehr Enkelkinder wünscht.
Paul, der gerne so manches Fettnäpfchen mitnimmt, wünscht sich eine Partnerin und hat gleich ein Abo für Kontaktanzeigen abgeschlossen, diese Kontaktanzeige befindet sich in Elis Tasche, doch sie schreibt ihm nie.
Als Eli ihr Auto anmeldet, begegnet sie Paul. So schnell die Beiden sich finden, so schnell verlieren sie sich wieder durch ein Missgeschick von Paul. Doch Eli geht ihm nicht mehr aus dem Kopf trotz Kontakten zu anderen Frauen. Auch Elli bindet sich und plant sogar ihre Hochzeit. Doch sind beide tatsächlich den richtigen Weg gegangen?
Mit anschließendem Rezept von Birne Helene und weiteren kulinarischen Genüssen, die im Buch eine wichtige Rolle spielten.
C. S. Henn ist eine sehr amüsante Liebeskomödie gelungen, deren Protagonisten sehr sympathisch sind. Die Wirrungen, die den Beiden widerfahren, könnten glatt aus dem wahren Leben sein. Man fiebert mit Paul mit und möchte Eli den Kopf gerade rücken. Der Schreibstil ist mitreißend, dauerhaft unterhaltsam gestaltet und humorvoll.

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Juli 2010:   Alicia Bessette/Krüger Verlag/ISBN: 978-3-8105-0265-0 

Die Autorin: Alicia Bessette, geboren 1975, mag Kung-Fu-Filme, lehrt Yoga, ist Pianistin und Komponistin und hat mehrere CDs veröffentlicht. Sie arbeitet als Reporterin und Journalistin. Ihr Debütroman ›Weiß der Himmel von dir‹ erscheint in vielen Sprachen und Ländern auf der ganzen Welt. Zusammen mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Matthew Quick, und ihrer Greyhound-Hündin Stella B. Quick lebt Alicia Bessette in der Nähe von Philadelphia.

Zell und Nick waren zum Heulen glücklich: Skifahren, bis das Gesicht einfriert, Tanzen im Wohnzimmer, nächtliche Rennen mit ihrem Windhund Captain Ahab. Und eine ganze Fußballmannschaft an Kindern wollten sie haben. Dann verunglückt Nick, als er nach dem Hurrikan ›Katrina‹ den Menschen in New Orleans beim Wiederaufbau hilft.


Zell zieht sich völlig zurück, spricht nur noch mit ihrem Hund und hört alte Soul-Schlager auf einem kratzigen Plattenspieler. Erst mit Hilfe ihrer Freunde und ihres kleinen Nachbarsmädchen, mit dem sie am Wettbewerb einer Fernsehköchin teilnimmt, kommt das Leben langsam zurück. Manchmal braucht es eben eine ganze Stadt, um Trauer in Zukunft zu verwandeln...

Der erste Satz: Ich verknotete Nicks tarnfarbene Schürze unter meiner Brust.

Zell verliert ihren Mann Nick bei einem Hilfseinsatz in New Orleans. Nach über einem Jahr lebt sie immer noch völlig zurückgezogen und verkriecht sich in ihrem Schneckenhaus. Sie ist noch nicht mal in der Lage, mit Freunden zu sprechen, die auch am Einsatzort waren. Eines Tages steht ihr neuer Nachbar Garrett vor der Tür und bittet sie, auf seine neunjährige Tochter Ingrid aufzupassen, da der Babysitter abgesprungen ist. Zell stimmt nur widerwillig zu.

Ingrid ist vernarrt in die Fernsehköchin Polly Pinch und behauptet, dass es ihre Mutter ist, die sie noch nie gesehen hat und deren Kochsendungen sie stets verfolgt. Zell lässt sich von Ingrid dazu überreden, an einem Kochwettbewerb dieser Sendung teilzuehmen, was sie allerdings schnell bereut, da ihre Kochkünste gleich Null sind.

Zell und Ingrid nähern sich an, üben verschiedenste Süßspeisen herzustellen. Tag für Tag versucht Zell, aus ihrer Einsamkeit herauszufinden, den Verlust ihres Mannes zu verarbeiten und wieder zu leben. Sie schreibt ihrem Mann Emails, in denen sie von ihrem Alltag und ihrem Schmerz berichtet. Schritt für Schritt lernt sie, wieder am Leben teilzunehmen.

Ein sehr einfühlsam geschriebenes Buch, viel Herz und Gefühl sowie eine "Prise Liebe" und Humor zeichnen dieses Buch aus. Wer "blaue Bücher" mag, wie z. B. "PS. ich liebe Dich", wird von diesem Buch begeistert sein. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen.

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April 2010:     Filippa Bluhm/Kipenheuer & Witsch/ISBN: 978-3-462-04208-5  

Die Autorin: Filippa Bluhm, geboren 1977, lebt in Frankfurt. Sie hat vor Kurzem geheiratet, und zwar in Weiß, mit Konfetti und Orgelbegleitung. Ein Irrsinn, und dennoch: das Beste, was sie in ihrem Leben gemacht hat.

Eigentlich hatte Charlotte immer gedacht, sie würde einen Lachanfall bekommen, sollte jemals ein Mann vor ihr niederknien und um ihre Hand anhalten. Doch bei Georg war alles anders. Na ja, fast. Denn gelacht haben sie trotzdem – in dem dummen Irrglauben, das Schwerste sei mit dem Antrag schon geschafft.

Herzförmige Nippelaufkleber. Turtelnde Täubchen auf Luftballons. Einladungskarten mit Diddlmaus. Die ersten Recherchen zum Thema »Hochzeit« fallen für Charlotte, bekennende Turnschuhträgerin, niederschmetternd aus. Aber es kommt noch schlimmer. Die Freunde schielen ihr bei der Verkündung erst mal skeptisch auf den Bauch. Die beste Freundin fängt plötzlich an, über die Ehe als Symbol der weltweiten Ausbeutung der Frau zu referieren. Und dann die Verwandtschaft: Die deutsche fordert lauthals Babys, die polnische Wodka, eimerweise. Woher, bitte schön, kriegt man ein Kleid, in dem man nicht aussieht wie Schwarzwälder Kirsch mit Toupet? Und wie soll man sich darauf freuen, »ja« zu sagen, wenn man die ganze Zeit nur »neeeeiiiin« kreischen will?

Der erste Satz: "Liebe Trauergemeinde!" sagt Georg und kopft mit seinem Messer gegen sein Glas.

Georg und Charlotte haben beschlossen, zu heiraten. Sie lieben sich und entgegen ihrer vorherigen Meinung, was Heiraten und feste Bindungen betrifft, ist Charlotte überglücklich, als Georg ihr einen Heiratsantrag macht. Doch die Planung erweist sich alles andere als einfach. Zumal Freunde und Familie sie mit Ratschlägen überschütten. Das passende Brautkleid zu finden erweist sich auch nicht als einfach. Charlottes Freundin Christin äußert Bedenken, dass Charlotte sich zum Heimchen am Herd entwickelt, sobald sie einen Ring am Finger hat.

Bis Georg und Charlotte vor dem Traualtar stehen, gilt es noch einige Hürden zu nehmen und auch selbst eine Turnschuhträgerin wird da zur Romatikerin.

Das Buch ist ein unterhaltsamer "Leckerbissen" und absolut passend in den Wonnemonat Mai. Es ist sehr amüsant geschrieben und dennoch stehen einem zeiweise die Tränen der Rührung in den Augen.

Mit 235 Seiten ist das Buch leider ziemlich schnell durchgelesen.

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März 2010: Marina Lewycka/dtv premium/ISBN: 978-3-423-24780-1   

Die Autorin: Marina Lewycka wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Kind ukrainischer Eltern in einem Flüchtlingslager in Kiel geboren und wuchs in England auf. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter, lebt in Sheffield und unterrichtet an der Sheffield Hallam University.

Georgie Sinclair hat gerade ihren Mann vor die Tür gesetzt, ihr Sohn entwickelt eine beunruhigende Vorliebe für Weltuntergangs-Websites, und ihren Job bei einem Klebstoff-Fachmagazin findet sie auch nur bedingt faszinierend. Da trifft sie eines Tages Mrs Shapiro, die allein in einem halb verfallenen alten Haus lebt.

Die verschrobene Dame ist Jüdin und im Zweiten Weltkrieg nach London geflohen. Als Mrs Shapiro ins Krankenhaus muss, bittet sie Georgie, sich um das baufällige Haus zu kümmern. Gleich mit ihrer ersten Tat setzt sich Georgie gehörig in die Nesseln: Der Handwerker, den sie mit Reparaturen beauftragt, ist keineswegs Pakistani, wie sie dachte, sondern Palästinenser. Eine potenziell heikle Konstellation. Zusätzliche Komplikationen ergeben sich durch zwei geldgierige Immobilienmakler, eine arglistige Sozialarbeiterin und Georgies Ehemann ...

Der erste Satz: Als ich Wonderboy zum ersten Mal sah, pinkelte er mir ans Bein.

Ausgelöst durch einen Streit um das Befestigen eines Zahnbürstenhalters wird Georgie von ihrem Mann verlassen. Wütend entsorgt sie sein Hab und Gut in einem Container und beobachtet anschließend, wie Mrs. Shapiro dort Bücher und Schalplatten in einem alten Kinderwagen deponiert. Einen Katze dieser Dame hat Georgie schon vorher kennen gelernt, als er ihr ans Bein pinkelte.

Das ist der Beginn einer Freundschaft der beiden Frauen. Georgie ist zunächst eher genervt von Mrs. Shapiro und doch hilft sie ihr bei der Versorgung ihrer sieben Katzen, als diese ins Krankenhaus muss. Als wenn Georgie nicht schon genug eigene Sorgen hätte, entwickeln sich weitere Schwierigkeiten in diesem Zusammenhang. Da wären unter anderem zwei Makler, die es auf das Haus der alten Dame abgesehen haben, der palästinensische Handwerker Mr. Ali mit seinem Neffen und dessen Freund, für die eine Unterkunft gefunden werden muss. Zudem scheint Mrs. Sahpiro, eine Jüdin, ein Geheimnis mit sich zu tragen, dem Georgie auf die Spur kommen möchte.

Ein sehr humorvoll und unterhaltsam geschriebenes Buch, das trotzdem auch tiefsinnig ist und zeigt, dass ein Miteinanderleben und Auskommen trotz verschiedener Religionen und Herkunft sehr gut möglich ist, wenn man seinen Mitmenschen gegenüber tolerant ist und auf sie zugeht.

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März 2010: Gaby Hauptmann/Piper Verlag/ISBN 9783492258982        

Die Autorin: Gaby Hauptmann, geboren 1957 in Trossingen, lebt als freie Journalistin und Autorin in Allensbach am Bodensee. Ihre Romane »Suche impotenten Mann fürs Leben«, »Nur ein toter Mann ist ein guter Mann«, »Die Lüge im Bett«, »Eine Handvoll Männlichkeit«, »Die Meute der Erben«, »Ein Liebhaber zuviel ist noch zuwenig«, »Fünf-Sterne-Kerle inklusive«, »Hengstparade«, »Yachtfieber«, »Ran an den Mann«, »Nicht schon wieder al dente« und »Rückflug zu verschenken« sind Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Außerdem erschienen die Erzählungsbände »Frauenhand auf Männerpo« und »Das Glück mit den Männern«, ihr ganz persönliches Buch »Mehr davon. Vom Leben und der Lust am Leben«, das Kinderbuch »Rocky der Racker« und die mehrbändigen Jugendbuchreihen »Alexa, die Amazone« sowie die »Kaya«-Reiterbücher. Zuletzt erschien »Ticket ins Paradies«.

Clara Flockheimer und ihre kleine Tochter wollen ihr Leben auf Mallorca verbringen – zusammen mit Andres, dem charmanten, leidenschaftlichen Koch, dessen Restaurant Clara mit ihren Ideen zu neuer Blüte verhelfen soll.

Doch Andres scheint nur noch Augen für Maria José zu haben, der verführerischen Köchin seines neuen Restaurants – das sieht Clara sich natürlich nicht lange mit an … Endlich – die Fortsetzung von »Rückflug zu verschenken«.

Der erste Satz: Clara bohrte ihren großen Zeh in den warmen Sand und sah den feinen feinen Sandkörnern zu, wie sie sofort nachrieselten und sich um ihre Haut schlossen.

In Andrés hat Clara die Liebe ihres Lebens gefunden. Gemeinsam mit Andrés und ihrer Tochter Katie lebt sie auf Mallorca. Andrés führt dort ein erfolgreiches Restaurant, in das der Besitzer Friedrich neuen Schwung bringen möchte. Er engagiert Clara für die Neugestaltung, ihre Freundin Britta für die Buchhaltung und stellt auch gleich eine neue Köchin ein, die feurige Maria José. Clara stürzt sich mit Begeisterung in den neuen Job und engagiert Elena für die Pressearbeit. Doch ein Foto von Andrés und der neuen Köchin in der Zeitung verhagelt ihr die Stimmung. Die Beiden so einträchtig beeinander zu sehen, macht ihr Angst, sie könnte Andres verlieren. Nachdem Elena ihre Vermutung bestätigt, flüchtet die Hals über Kopf nach Köln, um dort einen klaren Kopf zu bekommen, doch auch dort überschlagen sich die Ereignisse. Wieder zurück auf Mallorca muss Clara nun den dür sie richtigen Weg finden, versuchen, nach schlechten Erfahrungen Vertrauen zu finden und die richtige Entscheidung treffen.

Das Buch ist mitreißend geschrieben, als wäre man inmitten des Geschehens dabei. Ein "Must have" für jeden Urlaubskoffer oder um einfach mal so abzutauchen. Leider ist es mit 300 Seiten viel zu schnell durchgelesen, es hätte ein bißchen mehr sein dürfen (positiv gesehen).

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Februar 2010: Donna Milner/Piper Verlag/ISBN 978-3-492-05373-0                

Die Autorin: Donna Milner lebt mit ihrem Mann im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Nachdem ihr erster Roman »River« ein überwältigendes internationales Echo fand und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, widmete sie sich ganz dem Schreiben.

Ethie horchte in die Stille des Hauses hinein. Der Duft des grünen Satinkleids ihrer Mutter erfüllte noch immer den Raum, Soir de Paris, so hieß ihr Parfüm. Ethie konnte nicht glauben, dass sie nun für immer fort sein sollte. Aber genau das hatte der junge Polizist gesagt, nachdem Dad ihm die Tür geöffnet hatte: Es habe einen Unfall gegeben, und es tue ihm leid, ihre Mutter sei für immer »heimgegangen«. Jetzt schliefen Ethies Brüder, und Dad saß allein in der Küche, man konnte im Dunkeln die Glut seiner Zigarette sehen. Sicher dachte er darüber nach, warum Mom tot auf einem Segelboot gefunden worden war. Und warum sie getrunken hatte. Hing das alles mit dem fremden Mädchen zusammen, das gestern Morgen dagewesen war? Oder mit seiner Vergangenheit, über die er so lange geschwiegen hatte?

Der erste Satz: Meine Mutter starb am selben Tag wie Marilyn Monroe, nämlich am 5. August 1962.

Der plötzliche Tod von Lucy Coulter lässt nichts mehr so sein, wie es vorher war. Zurück bleiben ihr Ehemann, der mit traumatischen Kriegserlebnissen kämpft, von denen er selbst in 17 Ehejahren nichts seiner Frau anvertraut hat und nun auch damit zurechtkommen muss. Auch die drei Kinder versuchen jeder auf ihre Art mit dem Verlust der Mutter zurechtzukommen. Die 11-jährige Ethie, ihr älterer Bruder Frankie und der am Down-Syndrom leidende Kipper. Sie halten zusammen und versuchen, den Alltag zu bewältigen, was sich nicht immer als einfach erweist.

Lucy Coulter wurde mit ihrer Freundin Marlene tot auf deren Boot aufgefunden. Die Todesursache war eine Kohlenmonoxidvergiftung, jedoch war ihr Alkoholspiegel so hoch, dass sie wahrscheinlich vorher schon bewusstlos war. Lucy hat jedoch so gut wie nie Alkohol getrunken, da stellt sich die Frage, wie es dazu gekommen ist.

Und wer ist das fremde Mädchen, das jeden Tag gegenüber vom Haus steht? Gibt es eine Verbindung zu Lucy oder Howard?

In einem Teil des Buches erzählt Ethie aus ihrer Sicht die Geschehnisse, im anderen Teil wird von Howards Kriegserinnerungen berichtet, so dass sich nach und nach für den Leser die Dinge zusammenfügen.

Ein sehr gefühlvoll geschriebenes Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte. Die Schreibweise von Donna Milner ist fesselnd, sehr emotional und absolut spannend.

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Januar 2010: Katarina Mazetti/Ullstein Verlag/ISBN: 978-3-550-08784-4    

Die Autorin: Katarina Mazetti, geboren 1944 in Stockholm, war bis 1989 als Schwedisch- und Englischlehrerin im nordschwedischen Umeå tätig. Heute lebt sie in Lund und arbeitet als Journalistin bei Sveriges Radio. Mazetti schreibt für Erwachsene und Jugendliche.

Wilma aus Stockholm, Lehrerin und tapfere Optimistin mit Unterbiss, hat es nicht leicht im Leben. Deshalb erfüllt sie sich ihren großen Traum: eine Reise in die Antarktis, zu den Pinguinen. Doch am Flughafen in Paris geht wieder mal fast alles schief: Erst in letzter Minute stolpert sie buchstäblich ins Gate und Tomas direkt in die Arme. Der wurde vor kurzem von seiner Frau verlassen und vermisst seine Kinder. Traurig sucht er die Einsamkeit – doch da hat er nicht mit Wilma gerechnet. An Bord der MS Orlowskij entdecken sie, dass man zusammen weniger allein ist – denn stehen Pinguine nicht immer ganz eng beieinander im eisigen Wind am Ende der Welt?

Der erste Satz: So in etwa stellte ich mir die Hölle vor.

Wie wird eine Reise, wenn so viele verschiedene Charaktere sich auf einem Schiff in Richtung Antarktis befinden?

Die Hauptprotagonisten sind Wilma, Thomas und Alba. Wilma, nicht gerade vom Leben verwöhnt und etwas unbeholfen. Thomas, frisch geschiedener "Ex-Vater", der seine Kinder vermisst. Die beiden schließen von Anfang an Freundschaft, die zeitweise auf eine Probe gestellt wird und es fraglich ist, wie es sich zwischen den Beiden weiter entwickelt. Alba, die schon viel umhergekommen ist und sich mit 72 Jahren wie eine 36-jährige fühlt. Sie führt Aufzeichnungen über das Verhalten der Tiere und zieht Parallelen zu den Menschen.

Dann sind da noch Lisa und Linda, zwei Schwestern, die nicht ungleicher sein könnten. Ulla und Margareta, zwei ältere Damen auf der Suche nach einem geeigneten Mann, was sich als schwierig erweist, denn wenn Männer schon länger alleine sind, haben sie eigenwillige Junggesellenallüren entwickelt. Zudem noch weitere Passagiere unterschiedlicher Charaktere, so dass es in dieser Hinsicht nicht langweilig wird. Jeder der Reisenden hat einen anderen Grund, diese Reise anzutreten und gewinnt dabei neue Erkenntnisse.

Das erste Drittel des Buches zieht sich ein wenig in die Länge, danach bekommt es mehr Tiefgang. Die Erfahrung, die jeder Einzelne im Laufe seines Lebens gemacht hat, prägt den Charakter und das Verhalten des Menschen. Wie stellt Alba das so treffend dar: Alle Menschen sind Eisberge, neun Zehntel unserer Persönlichkeit befindet sich unter der Oberfläche. Und diese neun Zahntel kann man erst kennenlernen, wenn man sich intensiver mit den Mitmenschen und ihrem Leben auseinandersetzt, was das Leben so interessant macht. ______________________________________________________________________________________________________________________________________________

Dezember 2009:      Joanne Harris/List Verlag/ISBN: 978-3-471-35025-X           

Die Autorin: Joanne Harris, geboren 1964, hat eine französische Mutter und einen englischen Vater. Sie studierte in Cambridge und arbeitete fünfzehn Jahre lang als Lehrerin, bevor sie mit ihrem dritten Roman Chocolat zur Bestsellerautorin wurde. Ihre Romane wurden in über 40 Sprachen übersetzt.

Die Malerin Alice leidet unter der Trennung von ihrer großen Liebe Joe. Es wird nicht besser, als er mit seiner neuen Freundin zurück in ihre Nähe zieht. Irgendetwas stimmt nicht mit der fast überirdisch schönen Frau. Als Alice bei ihr ein mysteriöses Tagebuch findet, ahnt sie, dass Joe und auch sie selbst in tödlicher Gefahr schweben: Es berichtet von Vampiren und ihrem blutigen Treiben. Alice weiß, dass sie den schrecklichen Fluch bannen muss, um Joe zurückzugewinnen. Eine fesselnde Geschichte über die dunklen Mächte in uns.

Der erste Satz: Überlebensgroß, Gesicht und Hände beängstigend blass, auf einer Leinwand, die so dunkel, schmal und länglich ist wie ein Sarg, die Augen unergründlich wie die Unterwelt, die Lippen rot wie Blut - so blickt Proserpina in traumverlorener Trauer auf etwas, das sich außerhalb des Bildrandes befindet.

Nachdem Alice nach drei Jahren ihre verflossene Liebe Joe in einem Café wiedersieht, flieht sie durch die Stadt, dabei gelangt sie zu einem Friedhof, auf dem sie Rosemarys Grab findet. Zu diesem Zeitpunkt ist ihr noch nicht bewusst, welchen Einfluss Rosemary auf ihr weiteres Leben haben wird. Am nächsten Abend bekommt sie einen Anruf von Joe, der sie bittet, seine neue Freundin Ginny bei sich kurzzeitig wohnen zu lassen und Alice willigt ein.

Doch das Verhalten ihrer jungen Mitbewohnerin ist außergewöhnlich und Alice wird misstrauisch. Dabei findet sie bei Ginny Daniels Tagebuch, in dem er beschreibt, wie er Rosemarys Leben gerettet hat und ihr fortan verfallen war, von seinem Freund Robert, der sich in Rosemary verliebt und sie heiratet. Daniel sucht Rosemary auf und erfährt dabei Dinge, die ihm wohl lieber verborgen geblieben wären.

Durch das Tagebuch in Alarmbereitschaft gesetzt, will Alice Joe warnen, doch dieser ignoriert ihre Bedenken...

Das Buch ist in zwei Strängen geschrieben, einmal aus der Sicht von Alice und im nächsten Strang aus der Sicht von Daniel. Stück für Stück, wie bei einem Puzzle, werden die Erlebnisse von Alice und Daniel zusammengesetzt und verschmelzen letztendlich ineinander.

Joanne Harris gelingt es, Satz für Satz die Spannung immer mehr aufzubauen und bis zum Schluss zu erhalten.
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   November 2009:          Katja Reuter/Ullstein Verlag/ISBN: 9783548281056                                   

Die Autorin: Katja Reuter wurde 1971 geboren, hat Design studiert und lange im Einzelhandel gearbeitet. Sie lebt mit Mann und zwei kleinen Kindern in Berlin. Ihren ersten Roman Zitronenblaues Himmelgrün hat sie vor kurzem bei BOD veröffentlicht.Katja Reuter wurde 1971 geboren, hat Design studiert und lange im Einzelhandel gearbeitet. Sie lebt mit Mann und zwei kleinen Kindern in Berlin. Ihren ersten Roman Zitronenblaues Himmelgrün hat sie vor kurzem bei BOD veröffentlicht.

Zunächst rümpft Jule über das Geburtstagsgeschenk ihrer Freundin Tina die Nase: eine Mitgliedschaft beim Internetportal StayFriends? Doch dann stolpert sie im Netz über ihre Jugendliebe Erik. Es funkt gewaltig zwischen den beiden, denn Erik ist charmant, einfühlsam und ehrgeizig – ganz anders als Jules Dauerverlobter Tom. Erst als ihr kleiner blinder Kater schwer erkrankt, erkennt Jule, auf welchen der Männer sie sich wirklich verlassen kann.

Der erste Satz: Leicht wie ein Schmetterling fliege ich durch ein nicht enden wollendes buntes Rosenmeer.

Jule bekommt von ihrer Freundin Tine eine Mitgliedschaft bei Stayfriends zum Geburtstag geschenkt und ist nicht wirklich darüber erfreut, schaut sich ihr Geschenk aber dennoch an und findet Geschmack an dem Portal. Sie frischt Kontakte zu ihren alten Klassenkameraden und vor allem zu ihrer Jugendliebe Erik auf, wodurch ihr Alltag ziemlich durcheinandergewirbelt wird und ihre Gefühle Achterbahn fahren, denn es gibt da noch ihren "Dauerverlobten" Tom, der das genaue Gegenteil von Erik ist. Wird sie die richtige Entscheidung treffen und herausfinden, welche Farbe die Liebe hat? Was zählt wirklich in einer Beziehung? Dies gilt es für Jule herauszufinden.


Auf lockere Art und Weise werden die Charaktere von Jules Umfeld beschrieben, da wäre Ömchen Alice, Jules Familie, ihre "Dauerverlobter", Chefchen und andere. Auch ernstere Themen werden im Nachhinein mit einem zwinkernden Auge berichtet. Es wird für etliche Schmunzler und Lacher gesorgt.

Ein Frauenbuch mit voraussehbarem Ende, aber dennoch mit Unterhaltungswert. Der Schreibstil von Katja Reuter ist locker und lässt sich fließend lesen.